Filmgeschichten im Gegenlicht – Ausstellung in der Galerie b der Stadtbibliothek Stuttgart
Vor kurzem habe ich eine Romanbiographie über die Pionierin des Trickfilms Lotte Reiniger gelesen.
Die ehemalige Stipendiatin des Stuttgarter Schrifstellerhauses Rike Reiniger, deren Mann weitläufig mit der Künstlerin verwandt war, hat mit „24 Bilder pro Sekunde“ eine späte Würdigung dieser interessanten und bedeutenden Künstlerin des Trickfilms vorgelegt. Und das genau 100 Jahre, nachdem deren Film „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ Premiere hatte. Es ist dies der älteste, noch erhaltene abendfüllende Animationsfilm überhaupt.
- © Foto: Susanne Martin
- „Dornröschen“ – der erlösende Kuss des Prinzen (© Foto: Susanne Martin)
Dieses Jubiläum ist der Anlass für die Stadtbibliothek und das Internationale Trickfilmfestival eine Auswahl an Filmen zu zeigen, die deutlich machen, wie das von Lotte Reiniger in ihren Scherenschnittfilmen erstmals gezeigte Spiel von Licht und Schatten Einfluss auf viele Filmschaffende bis in die Gegenwart haben. Ich freute mich besonders, dass auch 3 Märchenfilme von Lotte Reiniger zu sehen sind. Dabei hat mich die Geschmeidigkeit, mit der sich ihre Figuren bewegen und ihre Ausdrucksstärke beeindruckt. Das Betrachten dieser Filme war eine schöne Ergänzung zur Lektüre des Buches.
Wer sich für Filmgeschichte und den Animationsfilm interessiert, dem sei diese Ausstellung empfohlen – sie läuft noch bis zum 16. Mai 2026








