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Lolita lesen in Teheran

//Azar Nafisi

Literatur kann in einer Diktatur subversiv und explosiv sein. Nafisi berichtet von ihrer Zeit als Professorin für englische Literatur in Teheran zwischen Hörsaal und heimlichen Treffen. 

Azar Nafisi beschreibt in Lolita lesen in Teheran die Rolle der Literatur in einer Diktatur. Die Autorin, Tochter des ehemaligen Bürgermeisters von Teheran, wurde im Iran geboren.  Ihre Pubertät erlebt sie bis zum Abschluss des Studiums im Westen, vor allem in den USA. 1979 erhielt sie den Ruf als Professorin für englische Literatur an die Universität in Teheran. Hier arbeitete sie gerade mal zwei Jahre bis die islamische Revolution das Tragen des Schleiers von ihr erwartete. Sie weigerte sich und erhielt Lehrverbot. Den Iran konnte Azar Nafisi erst 1997 verlassen.

Zwei zentrale Geschichten erzählt Azar Nafisi in diesem Buch, die erste handelt noch an der Universität in ihrem Seminar Anfang der achtziger Jahre und es geht um den Prozess der Islamischen Republik gegen Den großen Gatsby von F. Scott Fitzgerald. Der Student Mr. Nyazi hatte der Dozentin erklärt, Der große Gatsby sei ein unsittliches, Ehebruch und Geldgier propagierendes Buch, das verboten gehöre. Azar Nafisi schlug ihm daraufhin ein Seminar in der Form einer Gerichtsverhandlung vor, bei der der Angeklagte nicht der Autor, sondern das Buch selbst im Mittelpunkt steht. Das Buch erhält einen Richter, sowie Ankläger und Verteidiger. Die Figuren des Romans stehen im Seminar vor Gericht. Die StudentInnen sind gespalten zwischen den Anhängern des Khomeini-Regimes und  der Linken, die sich als Bundesgenossen im „Kampf gegen den US-Imperialismus“ versteht und weit davon entfernt ist, bürgerliche Freiheiten zu vertreten.

In einem brillanten Plädoyer vertritt daraufhin die Studentin Zarrin, dass es nicht das erste Mal ist, das die Literatur vor Gericht steht. So hat es bereits andere berühmte Prozesse gegen Madame Bovary, Ulysses, Lady Chatterley oder Lolita gegeben. Sie sagt u. a.: „Ein guter Roman ist einer, der Individuen in ihrer Komplexität zeigt und all diese Figuren genügend Raum verschafft, damit sie eine Stimme haben; einen solchen Roman kann man demokratisch nennen – nicht, weil er Demokratie predigt, sondern weil er von Natur aus so ist. Gatsby, wie so viele andere Romane, ist im Kern von Empathie gekennzeichnet – die größte Sünde ist es, den Problemen und Leiden anderer gegenüber blind zu sein. Sie nicht zu sehen, bedeutet ihre Existenz zu leugnen.“ Diese zwanzig Seiten des Prozesses gehören zu den knisterndsten und elekrisierendsten die ich je gelesen habe.

Nafisi’s zweite Geschichte schildert die Zeit, die sie, nachdem man sie aus der Universität entlassen hatte, in ihrer Wohnung mit einer Reihe ihrer ehemaligen Studentinnen bei der gemeinsamen Lektüre von verbotenen Büchern von Jane Austen, Vladimir Nabokov, F. Scott Fitzgerald und Henry James verbringt.  Ihr Haus gilt als liberale Oase, in das die StudentInnen verschleiert eintreten um dann den Ort als ihre „Schweiz“ zu definieren. Azar Nafisi gelingt es so aus einem Sachbuch einen Roman zu machen. Es geht hier immer wieder um das Verhältnis von Fiktion und Realität und auch dazu, welche Sprengkraft Literatur besitzen kann. Sie ergreift die Leserin während der Lektüre und lässt Sie zur Komplizin des Anliegens der Autorin werden.

Zur Autorin: Azar Nafisi ist Professorin für englische Literatur an der John Hopkins Universität in Washington D.C. Sie lehrte als Gastdozentin in Oxford und unterrichtete im Iran an der Universität von Teheran, der Freien Islamischen Universität und der Universität von Allameh Tabatabai Englische Literatur. Weil sie sich weigerte, den Schleier zu tragen, erhielt Nafisi Lehrverbot. 1997 verließ sie den Iran und wanderte in die USA aus. Sie schreibt für die New York Times, die Washington Post, das Wall Street Journal und den New Republic. Aktuell arbeitet Sie an einem Dialogprojekt, was sich mit Kultur und Demokratie in der Muslimischen und westlichen Welt beschäftigt:

Das Buch ist hervorragend. In den USA stand es 18 Wochen auf der Bestseller-Liste der New York Times. Ich möchte mich dem Urteil von Susan Sonntag anschließen: „Ich war bezaubert und bewegt von Azar Nafisis Geschichte, wie sie und – mit ihrer Hilfe – andere sich dem radikalen Kampf des Islam gegen Frauen widersetzten.“

Wenn Sie auch ein Buch empfehlen möchten oder Ihre Meinung zu diesem Buch abgeben möchten, dann freuen wir uns auf Ihre mail!

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