„Der See schaufelt Licht in das Haus“. Der neu eröffnete Martin-Walser-Park in Nußdorf bei Überlingen
2023 starb Martin Walser, einer der wichtigsten Schriftsteller der Bundesrepublik, nicht ganz unumstritten nach seiner Rede anlässlich der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 1998 in der Frankfurter Pauslkirche. Sein Leben lang lang lebte er am Bodensee, seit 1967 in Nußdorf, einem Teilort von Überlingen.
- © Foto: Susanne Martin
- © Foto: Susanne Martin
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Während eines Kurzurlaubs am Bodensee besuchten wir den wenige Tage vorher eröffneten Martin-Walser-Park, der den Autor würdigen will und gleichzeitig ein Ort der Begegnung sein möchte. Das Wort „Park“ weckt vielleicht falsche Vorstellungen: Es ist ein kleines Rondell, ganz nahe am Ufer des Sees, dessen Mittelpunkt eine Bronzestatue des Autors von der Überlinger Bildhauerin Daniela Einsdorf bildet. Sie steht auf einem Granitblock, in den die Unterschrift Walsers eingraviert ist und ist von Blumenbeeten umrahmt. Rechts daneben ein aufgeschlagenes Buch mit den Lebensdaten und dem Zitat „Der See schaufelt Licht durch die Bäume, in das Haus strömt die Helle wie ein Ereignis, wir leben.“ Einige Holzbänke mit Blick auf die Statue laden zum Verweilen und vielleicht sogar zum Lesen ein.
Eine schöne Würdigung des Autors – nicht von offizieller Seite, sondern vom Förderverein Dorfgemeinschaft Nußdorf e.V. finanziert durch Spenden – ganz ohne Pathos, etwas zurückhaltend, genau so, wie er sein Leben in Nußdorf verbracht hat.
Einen Bericht von der Eröffnung des Parks im Deutschlandfunk, in dem eine Tochter Walsers, die Künstlerin Daniela Einsdorf und Festredner Denis Scheck zu Wort kommen, können Sie hier nachhören (Audio, 5:09 Min.)










