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Der Triumph des Geistes über den Terror

„Die Sonne schien voll und stark. Wie ich heimschritt, bemerkte ich mit einemmal vor mir meinen eigenen Schatten, so wie ich den Schatten des anderen Krieges hinter dem jetzigen sah. Er ist durch all diese  Zeit nicht mehr von mir gewichen, dieser Schatten, er überhing jeden meiner Gedanken bei Tag und bei Nacht; vielleicht liegt sein dunkler Umriß auch auf manchen Blättern dieses Buches. Aber jeder Schatten ist im letzten doch auch Kind des Lichts, und nur wer Helles und Dunkles, Krieg und Frieden, Aufstieg und Niedergang erfahren, nur der hat wahrhaft gelebt.“
Dies sind die letzten Sätze aus den Erinnerungen eines überzeugten Europäers, der Anfang der 1880iger Jahre in das, wie er es selbst nannte,  „goldene  Zeitalter der Sicherheit“ hineingeboren wurde: die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Danach veränderte sich die Welt nachhaltig und hinterließ tiefe Einschnitte in den Lebensläufen so vieler Menschen.  
Der Beginn seiner Schriftstellerkarriere stand unter einem guten Stern. Er stammte aus einer wohlhabenden jüdischen Familie und seine Eltern unterstützten seine schriftstellerischen Ambitionen. Er war in der glücklichen Lage, immer finanziell abgesichert zu sein und konnte auch in den späteren Jahren viele seiner Schriftstellerkollegen finanziell unterstützen. Sein älterer Bruder übernahm die elterliche Firma, er selbst wurde zum stillen Teilhaber.
Als Autor war er sehr produktiv und sehr erfolgreich. Im Laufe seines Berufslebens entstanden zahlreiche Erzählungen und Novellen, Biografien, Dramen und Essays – und sehr viele Briefe, bis zu 30 000 sollen es gewesen sein.
Er galt als sehr geschäftstüchtig und konnte sich auf diese Weise auch seine vielen Bildungsreisen leisten, die ihn über Paris, Brüssel und London bis nach Indien, Süd- und Mittelamerika, New York bis in die Sowjetunion führten. Er war u.a. mit dem russischen Schriftsteller Maxim Gorki befreundet, dessen Einfluss es auch zu verdanken war, dass zwischen 1928 und 1930 eine erste Gesamtausgabe in russischer Sprache veröffentlicht wurde.
Schon die Auswirkungen des Ersten Weltkrieges hatten ihn geprägt und der nun immer stärker aufkommende Faschismus veränderte sein Leben nachhaltig. Seine Bücher durften nicht mehr im Inselverlag erscheinen und wurden aus dem Buchhandel entfernt. 1934 emigrierte er nach London. Sein Leben als Exilant begann, Stationen waren England, USA und zuletzt Südamerika.
Sein letztes Buch erschien kurz vor seinem Freitod im Jahr 1942  im Exil.
Er bezog sich mit der Geschichte das erste Mal direkt auf das aktuelle Zeitgeschehen, hielt den Inhalt aber für „zu abstrakt für das große Publikum“.  Tatsächlich aber ist dieses letzte Prosastück bis heute eines seiner populärsten Werke, das auch immer wieder gerne als Schullektüre herangezogen wird. Das Spiel zwischen den zwei Kontrahenten spiegelt den Kampf zwischen der brutalen Diktatur der Nationalsozialisten und dem bürgerlichen Humanismus wieder. Wird der Geist über den Terror triumphieren können?  Letztendlich ist es aber die schiere Machtlosigkeit des einzelnen gegenüber der faschistischen Übermacht, die auch das Weltbild des Schriftstellers ins Wanken gebracht hatte. Die tiefe Resignation über die faschistische Gewalt und die eigene dadurch erzwungene Isolation im Exil, weit weg von Europa, der Heimat, der Familie und den Freunden führten dazu, dass er für sich wohl keinen anderen Ausweg mehr sah, als den Freitod zu wählen. 
Wie heißt der meistgelesene deutschsprachige Schriftsteller seiner Zeit? Und wie ist der Titel seiner letzten Prosadichtung, die noch vor seinem Tod im Exil erschienen ist? 

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