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Mit 14 Jahren begann er an seinem ersten Roman zu schreiben.  Er hatte mit großer Begeisterung das antirassistische Buch "Das blaue Mal" des damaligen Bestsellerautoren Hugo Bettauer gelesen, und so schrieb er eigentlich nur eine Art Nachahmung, wie er selbst einmal sagte.
Aber dann kam der Krieg dazwischen. Der jugendliche Autor floh mit seiner Familie nach Rumänien und wurde in das jüdische Ghetto der ukrainischen Stadt Mogilev-Podelsk deportiert. Der halb geschriebene Roman ging verloren.
Er überlebte die Zeit im Ghetto und sein Berufswunsch stand fest. Er wollte Schriftsteller werden. Und er wollte auch gleich mit einem Buch über ein dunkles Kapitel seines jungen Lebens beginnen, nämlich mit einem Roman über ein jüdisches Ghetto.
In Palästina, wohin er nach dem Zweiten Weltkrieg emigriert war, arbeitete er an seiner Idee,  kam aber nicht richtig voran. Er verfiel in Depressionen, kehrte zurück nach Europa und lebte bei seinem Vater, der den Krieg in Frankreich überlebt hatte.
Hier geschah es nun, dass ihm ein deutschjüdischer Emigrant das Buch Arc de Triomphe von Erich Maria Remarque empfahl.
Für den jungen Mann, der inzwischen das Schreiben ganz aufgegeben hatte, wurde dieser Roman zu der nötigen Initialzündung.
(...) „Ich las das Buch und war begeistert wie nie zuvor von einem Roman. Hier war jemand, der wirklich schreiben konnte. Alles stimmte, die Handlung, die genau eingefangene Atmosphäre, die Dialoge und die erzählerische Spannung.  Ich war wie berauscht. Plötzlich hatte ich wieder Lust, selbst zu schreiben, und dabei dachte ich  an meinen Ghettoroman, den ich angefangen hatte. Am Abend ging ich in ein Bistro. Die Schreiblust überkam mich, und ich bat den Kellner um Papier und Bleistift und ein Glas Rotwein. (...). Ich schrieb wie besessen in jenem Bistro und schaffte in zwei Stunden dreißig Seiten. (...) Allerdings verdrängte ich Remarque nach dem zweiten Kapitel und schrieb den Rest des Buches ohne irgendwelche Vorbilder. (...) Trotzdem muss ich sagen, dass ich es Remarque zu verdanken haben, dass ich Schriftsteller geworden bin. Auch die Depressionen waren von jenem Tag im Bistro wie weggeblasen; ich war wieder frei.“
Seinen Debütroman schrieb er in New York fertig, wohin die ganze Familie Anfang der 50iger Jahre ausgewandert war.  1964 erschien das Buch in einer sehr kleinen Auflage beim Kindler Verlag. Als der New Yorker Verlag Doubleday & Company  zwei Jahre später eine  Übersetzung herausbrachte, stand die amerikanische Presse dem Roman sehr viel wohlwollender gegenüber als die deutsche.
Ähnlich erging es dem Autoren mit seinem zweiten und bekanntesten Roman. An den trauten sich die deutschen Verlage jahrelang gar nicht heran. Das heikle Thema und vor allem die ungewöhnliche Art, damit um zu gehen, verursachte große Unsicherheit. Konnte man die Naziherrschaft und den Holocaust zu einer Satire verarbeiten? Konnte man quasi eine Art Schelmenroman über einen deutschen Nazi schreiben, der während des Krieges zum Mörder zahlreicher Juden wird,  und der sich nach dem Krieg eine jüdische Identität zulegt, um seiner gerechten Strafe zu entgehen?
Er konnte. Er sprach das Unsagbare aus, stellte den Schrecken in seiner ganzen Grausamkeit dar, ohne dabei aber den Respekt vor den Opfern zu verlieren.
Der Roman erschien 1971 zuerst in den USA, später auch in England, Frankreich und Italien. Erst 1977 wagte sich der Literarische Verlag Helmut Braun an eine deutsche Veröffentlichung. Und der Roman wurde trotz kontroverser Kritiken ein großer Erfolg und machte seinen Verfasser berühmt.

Wie heißt der Autor, der Erich Maria Remarque als sein „großes Vorbild“ sieht? Und wie ist der Titel seines vieldiskutierten grotesken Romans?

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