Dieses so typische Zitat - eines von vielen- trifft auch auf den Urheber selbst zu. Er wusste, von was er sprach. Denn er war ein echter Künstler und ein sehr vielseitiger dazu. Und diese vielen Seiten seiner Kunst führten eben zwangsläufig auch zu viel Arbeit.
Begonnen hatte er seine berufliche Laufbahn mit einer Schreinerlehre, die sich in späteren Jahren als äußerst praktisch herausstellte, da er nicht nur nützliche Dinge für den Alltag herstellen konnte, sondern auch während seiner Bühnenjahre die Kulissen stets selbst entwarf und baute.
Denn dass er mal auf die Bühne wollte, das war ihm schon als Jugendlicher klar, nachdem er einmal eine Vorstellung des damals erfolgreichen Musikkomikers Karl Maxstadt gesehen hatte. Nun konnte man als Schreinergeselle ja nicht einfach so zu einer Bühnenkarriere wechseln. Er übte daher schon als Lehrling bei Auftritten auf Vereinsfeiern und bei privaten Anlässen an seinem komischen Talent. Außerdem nahm er Zitherunterricht und brachte sich selbst im Laufe der Zeit zwölf Musikinstrumente bei. Die Musik spielte in seinem Leben und auch auf der Bühne eine große Rolle.
Seine ersten Bühnenauftritte hatte er dann auch mit einem von ihm selbst gebauten Musikapparat, mit dessen Hilfe man gleichzeitig zwanzig verschiedene Instrumente spielen konnte. Er startete eine kleine Tournee, der Erfolg blieb aber leider aus. Später schrieb er in seinen Erinnerungen über diesen ersten Versuch: „Der Musikapparat wog acht Zentner und hatte nur einen großen Nachteil: Das Publikum war entsetzt darüber, sonst war er gut.“
„Kunst kommt von können, nicht von wollen, sonst müsste es ja Wunst heißen.“
Nach dem Reinfall mit dem ominösen Musikapparat war er erst einmal pleite, ein Zustand, der ihn im Verlaufe seines Lebens immer wieder ereilte, da er sich bei dem ein oder anderen durchaus originellen Projekt finanziell völlig übernahm, wie z. B. bei seinem berühmten Grusel- und Kuriositätenkabinett, dem Panoptikum.
Also verdiente er sich seinen Lebensunterhalt eine Zeitlang als Zitherspieler und Sänger in Gaststätten. Bei dieser Gelegenheit kreierte er auch seinen einzigartigen „Typ“, setzte seinen durch die mageren Jahre ausgemergelten Körper bewusst als Stilmittel ein. Und da sich Qualität ja irgendwann einmal herumspricht, bekam er endlich die große Chance, nämlich ein Engagement am angesehenen Frankfurter Hof, und dort feierte er dann große Erfolge als Komiker und Sänger. Seine Karriere hatte begonnen.
„Jedes Ding hat drei Seiten, eine positive, eine negative und eine komische.“
Er war nicht nur Musiker und Sänger, Schauspieler, Filmemacher und Vollblutkomiker, er war auch Schriftsteller. Denn natürlich schrieb er die Texte für seine Auftritte selbst. Er schrieb Dialoge und Monologe, Szenen und Sketche, Briefe, Lieder und abendfüllende Theaterstücke. Seine Themen holte er sich aus dem Alltag und seiner nächsten Umgebung. Er sympathisierte mit den einfachen Leuten, sein Spott traf das gehobene Bürgertum und den erfolgreichen Geschäftsmann. Er hatte eine Vorliebe für Begriffe mit zwei Bedeutungen, er liebte Wortverdreher und arbeitete viel mit Dialekten. Er war ein echter Wortkünstler. Thomas Mann würdigte ihn als „ein völlig einmaliges Gewächs.“ Kurt Tucholsky beschrieb seine Komik als „einen Höllentanz der Vernunft um beide Pole des Irrsinns“.
Er starb am Rosenmontag im Jahr 1948 an einer Lungenentzündung.
„Es ist schon alles gesagt worden, nur noch nicht von allen.“
Wie heißt der Autor und Wortkünstler, dessen 125. Geburtstag wir dieses Jahr feiern können?









