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Verschlungen habe ich sie, die Abenteuergeschichten. Stapelweise aus der  Bücherei angeschleppt, ein kleines Picknick im Bett vorbereitet und dann stundenlang gelesen. Was gab es damals Schöneres als Schmökern und nebenher Futtern. Außerdem waren die Kinder aus der berühmten Abenteuerreihe  selber ständig am Butterbrote und Kekse vertilgen (und Tee trinken), so dass man beim Lesen unweigerlich Appetit bekam. Die jungen Helden und Heldinnen haben natürlich auch enorm viele Kalorien verbraucht : das ganze Hinundhergerenne, Verstecken und Anschleichen, Observieren und in die Falle geraten, der Elternwillkür ausgeliefert sein und sich dann auch noch mit kriminellen Figuren herumschlagen, das kostet Energie.
Wenn man die Aussagen der Autorin zu ihrer eigenen Kindheit betrachtet, dann kann man sich gut vorstellen, dass sie in ihren Geschichten das Leben so beschreibt, wie sie es als Kind selbst auch gerne erlebt hätte. Die Beziehung zu ihrer eigenen Mutter war wohl nicht sehr gut und außerdem gehörte es sich für Mädchen, die Anfang des 20. Jahrhunderst aufwuchsen, nicht unbedingt, mit einer Bande von andere Kindern herumzutoben und sich die Nächte mit Verbrecherjagen um die Ohren zu schlagen. Deshalb wäre sie damals sicher auch lieber ein Junge gewesen. In ihren Büchern taucht daher auch eine Kinderfigur auf, die durch ihre Renitenz bezüglich der Leugnung des eigenen Geschlechts innerhalb der Kinderbande eine Sonderstellung einnimmt. Diese Figur soll wohl auch äußerlich den Jugendfotos der Autorin erstaunlich ähnlich sehen.  Diese ließ nicht nur sich selbst, sondern auch immer wieder Ereignisse aus ihrem Leben, ihr bekannte Personen oder Orte und vor allem ihre Haustiere in ihre Romane einfließen.
Die gelernte Erzieherin war überaus produktiv, man ist sogar versucht, von Massenproduktion sprechen. Über 700 Titel sollen es gewesen sein, wobei die Zahl nicht so einfach zu beziffern ist, weil einige ihrer vielen Buchreihen teilweise nach ihrem Tod unter ihrem Namen von anderen Autorinnen fortgesetzt worden sind. Auf jeden Fall ging ihr das Schreiben sehr flüssig von der Hand:
„Ich sitze auf meinem Stuhl, schließe die Augen, und nach ein oder zwei Minuten zeigen sich meinem geistigen Auge die ersten Bilder – die Handlung beginnt. Wenn die ersten Szenen an mir vorbeigezogen sind, kenne ich Namen, Charakter und Aussehen der Leute, die in meiner neuen Geschichte vorkommen. Ich kenne ihre Umgebung und weiß ungefähr, was sie erleben werden. Dann öffne ich die Augen, und meine Hände beginnen über die Schreibmaschine zu fliegen.“
Die meisten ihrer Abenteuergeschichten entstanden in den 40igern und 50iger Jahren. Allerdings hatte sie schon sehr früh mit dem Schreiben begonnen. Bereits als Kind hatte sie den Wunsch, Schriftstellerin zu werden. Ihr erstes Kinderbuch erschien 1922, ihr erster Jugendroman 1937 und den ersten Band ihrer erster Jugendbuchreihe schrieb sie 1938.
Ab 1950 wurden ihre Romane auch in Deutschland veröffentlicht. Zu dieser Zeit erschienen die beliebten Reihen bereits in 37 weiteren Ländern. Die Autorin wurde international bekannt, nur in den USA konnte sie sich nie so richtig etablieren. Ihre markante Unterschrift auf den Büchern – ihre eigene Marketingidee – wurde zu einem Markenzeichen.
Sie selbst bezeichnete sich als „Tourist in Land der Phantasie“. 1964 erschien ihr letztes Kinderbuch. 1968 starb sie an den Folgen eines Herzinfarktes im Alter von 71 Jahren.                                                                                       
Wie heißt die weltberühmte und überaus produktive Kinderbuchautorin? Und wie ist der Titel des ersten Bandes aus ihrer bekanntesten Abenteuerserie?


 



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