Kategorie: Allgemein

Genußvolle Lektüre gewinnen: Linn Ullmann’s Roman “Das Verschwiegene”

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In einer norwegischen Küstenstadt findet in einer nebligen Julinacht eine große Party statt. Jenny Brodal wird 75, und ihre Tochter Siri hat gegen den Willen ihrer Mutter ein Fest organisiert. Die weiße Holzvilla auf einer Anhöhe leuchtet in die Nacht, während die Gäste eintreffen und Jenny in ihrem Zimmer sitzt und nach zwanzigjähriger Abstinenz wieder zu trinken beginnt …

Wie jedes Jahr verbringen Siri, die in Oslo und an der Küste ein Restaurant führt, und ihr Mann Jon den Sommer hier, nur haben sie diesmal ein Kindermädchen für ihre beiden Töchter engagiert, weil Jon keine Zeit hat, sich um Liv und Alma zu kümmern: Er ist Schriftsteller und muss endlich sein überfälliges neues Buch abschließen. Mille, das Kindermädchen, ist 19 Jahre alt und hat vor, in diesem Sommer eine andere zu werden. Doch dann verschwindet Mille spurlos in dieser Nacht. Jeder aus der Familie hatte eine eigene Beziehung zu Mille, die er vor den anderen verbirgt. Ihr rätselhaftes Verschwinden rührt aber auch andere, tiefe Gefühle auf, nie vergessene Verletzungen, nie gelebte Sehnsüchte, Ängste und Unsicherheiten. (Klappentext)

Psychologisch nachvollziehbar schildert die norwegische Autorin, wie das rätselhafte Verschwinden des 19jährigen Kindermädchens Mille das Gefühlsleben einer ganzen Familie auf die Probe stellt.
Dieses Verschwinden ist der Auslöser dafür, dass die einzelnen Familienmitglieder beginnen, sich mit ihren eigenen, teils verdrängten  Gefühlen und Geheimnissen auseinander zu setzen.  Was dabei zu Tage tritt, ist nicht weniger spannend als die Frage, was genau mit Mille passiert ist und wer dafür verantwortlich ist. Denn dass Mille Opfer einer Gewalttat wurde, erfahren wir als Leser gleich zu Beginn. Der Verdacht aber, dass jemand aus der Familie etwas damit zu tun haben könnte, schwebt ganz leise über diesem Roman und schenkt uns genussvolle Stunden der Lektüre.

Natalie Puttkammer

Gewinnen Sie eines von zwei signierten Exemplaren dieses Romans! Beantworten Sie einfach folgende Frage: Bei welchen norwegischen Tageszeitungen arbeitete Linn Ullman nach ihrer Rückkehr aus USA als Kolumnistin und Literaturkritikerin? Schicken Sie uns Ihre Antwort bis spätestens 30.5.2013 per mail an info@schiller-buch.de.

Hier können Sie einen Blick ins Buch werfen

Wir danken dem Luchterhand Verlag, der uns die beiden signierten Exemplare zur Verfügung gestellt hat!

Hinterlasse einen Kommentar Mai 23, 2013

Schön war’s: Lesung mit Ralf Isau zum Welttag des Buches

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Jedes Jahr bietet die avj (Arbeitsgemeinschaft von Jugendbuchverlagen) eine tolle Aktion an: Buchhandlungen können sich um eine kostenfreie Lesung mit einem Kinder- oder Jugenbuchautor in ihrer Nähe bewerben, die Kosten werden von den teilnehmenden Verlagen übernommen. Und dieses Jahr hatten wir Glück: Wir gewannen eine Lesung mit Ralf Isau, seines Zeichens Autor von Abenteuer- und Fantasygeschichten.

Und weil wir unsere Freude über dieses Losglück mit möglichst vielen jungen LeserInnen teilen wollten, luden wir 2 Klassen der Robert Koch Realschule und des Hegel Gymansiums zu dieser Lesung ein. Um 9 Uhr morgens saßen knapp 60 SchülerInnen in unserer Buchhandlung und lauschten der Lesung aus dem Buch “Die Masken des Morpheus”, das im London des 18. Jahrhunderts spielt.

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Nach dem Leseteil schloss sich eine lebhafte Fragerunde an – unsere jungen Gäste hatten sich gut vorbereitet: So erfuhren sie unter anderem, daß man vom Bücher schreiben zwar leben kann, aber nicht reich wird, daß Ralf Isau sein erstes Buch (Die Träume des Jonathan Jabbok) für seine Tochter schrieb und daß diese Trilogie später zu seinem größten Erfolg wurde und natürlich auch, wieviele Bücher er überhaupt schon geschrieben hat (40).

Und das hat am Ende von Lesungen auch Tradition: Es bildete sich eine Traube um den Gast, der geduldig seine Bücher und natürlich jede Menge Autogrammkarten signierte.

Wir sagen: Danke für den Besuch und Danke an die avj und den cbj – Verlag für diese spannende Lesung!

Text und Bilder: Susanne Martin

Hinterlasse einen Kommentar April 24, 2013

Die Schiller Buchhandlung in den Stuttgarter Nachrichten!

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Amazon und seine Praktiken sind zur Zeit in aller Munde. Der kritische Bericht in der ARD im Februar 2013 erregte Aufsehen und sorgte bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern dazu, daß sie beginnen, darüber nachzudenken, was für Folgen es hat, wenn sie immer mehr im Internet einkaufen. Nicht nur, daß amazon fragwürdige Praktiken im Umgang mit dem Personal an den Tag legt. Auch in Deutschlands Läden sorgt der Internetboom seit geraumer Zeit für rückläufige Umsätze. Die Folgen: Viele Einzelhandelsgeschäfte geben auf, Arbeitsplätze gehen verloren und die Kommunen und Länder verlieren Steuereinnahmen. Denn das wissen die Wenigsten: Amazon bezahlt seine Steuern nicht in Deutschland, sondern in Luxemburg. Dort gilt ein viel niedrigerer Mehrwertsteuersatz als hier in Deutschland und das Unternehmen steigert seinen Gewinn noch zusätzlich durch doese Steuerersparnis.

Dabei bieten sehr viele Buchhandlungen in Deutschland inzwischen ebenfalls die Bestellung über das Internet an und das sogar mit einer zusätzlichen Option: Die Bücher können im Laden abgeholt werden oder man kann sie sich portofrei zuschicken lassen.

Diese Thematik und ein deutlich gestiegener Umsatz im deutschen Buchhandel im März war für die Stuttgarter Nachrichten der Anlass für einen ausführlichen Artikel im Wirtschaftsteil, der die Situation im Buchhandel sorgfältig analysiert und wiedergibt. Auch ich wurde für diesen Artikel interviewt und ich freue mich, daß die Redaktion der Stuttgarter Nachrichten uns erlaubt hat, Ihnen diesen Bericht in unserem Blog zu präsentieren!

Viel Spaß bei der Lektüre und vielen Dank, daß Sie uns offline und online die Treue halten!

Hier geht’s zum Bericht

Blogtext und Bild: Susanne Martin; Text Artikel: Daniel Gräfe (copyright: Stuttgarter Nachrichten)

1 Kommentar April 23, 2013

Unser Beitrag zur Welttagsaktion “Blogger schenken Lesefreude”: “Der Schrecken verliert sich vor Ort” von Monika Held

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Heute ist der Welttag des Buches! Kinder und Jugendliche bekommen in diesen Tage bei uns ein Buch geschenkt: “Ich schenk Dir eine Geschichte”.  Ralf Isau liest für Jugendliche in unserer Buchhandlung. Und wir beteiligen uns mit der nachfolgenden Buchbesprecheung an der bundesweiten Bloggeraktion “Blogger schenken Lesefreude”.

Ich stelle Ihnen anschließend an diese Zeilen ein Buch vor, das mich in diesem Frühjahr besonders beeindruckt hat. Sie kommentieren meine Rezension bis spätestens 30.4.2013 um 23.59 Uhr und haben so die Chance, ein Exemplar dieses Buches zu gewinnen.  Wenn Sie das Buch noch nicht gelesen haben, dann schreiben Sie uns, ob Sie ein anderes Buch haben, dem Sie möglichst viele LeserInnen wünschen und warum.  Die Auslosung und der Versand des gewonnenen Exemplares erfolgt in der zweiten Maiwoche!

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Monika Held: Der Schrecken verliert sich vor Ort

Immer wieder bin ich erstaunt, wieviele Romane es gibt über die Zeit des Nationalsozialismus und daß es doch immer neue Facetten gibt, die literarisch aufgearbeitet werden. Ich bilde mir ein, schon eine ganze Menge zu diesem Thema gelesen zu haben, aber der Roman von Monika Held hat mich mit einem ganz neuen Aspekt konfrontiert: Wie leben Menschen weiter, die Auschwitz überlebt haben, kann zwischen einem KZ-Überlebenden und einer deutlich jüngeren Frau eine Liebesbeziehung Bestand haben?

Heiner ist Österreicher und schon seit seiner Jugend Sozialist. Er arbeitet im Widerstand, wird 1942 verhaftet und kommt ins Konzetrationslager in “Schutzhaft”, in seinem Haftbefehhl stehen die Buchstaben R.U. – Rückkehr unerwünscht. Von den 1860 Menschen seines Transportes überleben er und 3 andere.

Frankfurt 1962: Heiner sagt als Zeuge aus in einem Auschwitzprozess und lernt Lena kennen, die als Dolmetscherin in dem Prozess dabei ist. Beide fühlen sich voneinander angezogen, verlieben sich ineinander und zweifeln doch, ob eine Ehe möglich sein wird. Sie gehen das Wagnis ein und leben 25 Jahre miteinander.

Im Gegensatz zu vielen Überlebenden, die nicht über ihre Erlebnisse reden können oder wollen, ist Heiner ein Überlebender, der ständig über Auschwitz redet. Viele alltägliche Worte rufen Assoziationen ihn ihm hervor, wenn z.B. ein Schornstein nur wenig hellen Rauch ausstößt, dann ist weniger zu tun, als wenn der Rauch schwarz ist, eine Rampe ruft andere Erinnerungen in ihm hervor, als in Lena und als Heiner das Album mit den Bildern des Festes anlässlich ihres 10. Hochzeitstages neben die Alben mit Bildern aus Auschwitz stellt, sorgt das für einen schweren Konflikt zwischen den Eheleuten.

Trotzdem bleiben sie beieinander, Lena lernt, daß sie immer ein Stück weit außen stehen wird, daß sie nie die intensiven, innigen Gefühle mit ihrem Mann teilen können wird, die er mit anderen Überlebenden teilen kann. Aber sie lernt, damit zu leben – die Liebe zwischen Beiden ist groß genug, sie immer wieder zueinander finden zu lassen.

Mich hat dieses Buch sehr beeindruckt und bewegt. Die Schicksale, die in ihm beschrieben werden, gehen unter die Haut und ich musste zwischendurch auch eine Lesepause einlegen. Trotzdem lege ich es jedem ans Herz, der bereit ist, sich auf diese Thematik einzulassen. Sie werden mit einem intensiven Leseerlebnis belohnt!

Text: Susanne Martin Bilder: Geschichtenagentin und Eichborn Verlag

22 Kommentare April 23, 2013

Schön war’s: Buchvorstellung mit Gunter Haug

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Gunter Haug hat ein beeindruckendes Werkverzeichnis vorzuweisen! In den letzten Jahren machte er vor allem durch seine durch seine Roman – Biographien über Robert Bosch, Gottlieb Daimler und Ferdinand Porsche auf sich aufmerksam – in diesen will er, wie er selbst sagt, „die menschliche Seite der Wirtschaftsgeschichte“ zeigen. Und jetzt schrieb er über Ferdinand Graf Zeppelin einen historischen Roman, der im Frühjahr 2013 erschienen ist. Und diesen stellte er im April 2013 in einer gemeinsamen Veranstaltung unserer Buchhandlung mit der Stadtteilbücherei Vaihingen vor.

Wer eine klassische Lesung erwartet hatte, sah sich getäuscht. Zwar begann Gunter Haug nach einer kurzen Einführung einige Zeilen zu lesen, aber dann ging die Lesung rasch ins Erzählen über. Fesselnd erzählte er vom Grafen Zeppelin, der nach einer turbulenten Militärkarriere unbeirrt seinem Traum vom Luftschiff folgte und dabei viele Rückschläge hinnehmen musste.  Unter anderem, daß sein LZ 4, mit dem er eine 24 -stündige Luftfahrt unternehmen wollte am 5. August 1908 nach einer Zwischenlandung in Echterdingen durch eine Gewitterböe aus seiner Verankerung gerissen wurde, sich nach kurzem, führerlosen Treiben durch die Luft in einem Baum verfing und in Flammen aufging. Der Graf schien am Ende zu sein, aber dann geschah ein Wunder: Im ganzen Land waren die Menschen begeistert vom Luftschiff und innerhalb von 24 Stunden kamen so viele Spenden zusammen, daß das Unternehmen Luftschiff weitergehen konnte.

Gunter Haug erzählte fesselnd, und sehr kenntnisreich vom Leben des Grafen Zeppelin, die Zuhörerinnen und Zuhörer liessen sich von seiner Begeisterung für diesen außergewöhnlichen Menschen mitreissen und so gab es im Anschluß noch eine initensive Fragerunde.

Schade nur, daß das wunderbare Frühlingswetter zum Konkurrenten für diesen spannenden Abend wurde und nicht ganz so viele Gäste gekommen waren, wie wir es Buch und Autor gewünscht hätten.

Text und Bild: Susanne Martin

 

Hinterlasse einen Kommentar April 22, 2013

Schön war’s: Der erste “Diary Slam” in Stuttgart

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Poetry Slam, die moderne Dichterschlacht, ist mittlerweile sehr bekannt. Aber Diary Slam? Davon hatte ich noch nie gehört, bis mich die BücherFrau Nadine Wedel aus Hamburg anrief, die seit 2011 mit großem Erfolg Diary Slam – Abende in Hamburg organisiert. Sie wollte den Diary Slam nach Stuttgart bringen und bat mich um Unterstützung: Gerade ist ihr Buch “Ich glaube, ich bin jetzt mit Nils zusammen” erschienen und nun suchte sie eine Buchhandlung, die einen Büchertisch macht. Ich war neugierig, was es mit diesem Diary Slam auf sich hat und sagte gerne zu, vor allem als sich im Laufe des Gesprächs dann auch noch herausstellte, daß wir den Abend mit unserer Technik unterstützen können.

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Gespannt macht ich mich also am 23. März auf ins Café Heller, bewaffnet mit den Büchern, schönen Einschreibbüchern und natürlich Mikrophon, Mischpult und Lautsprecher. Eingeladen worden war ganz zeitgemäß ausschließlich über die sozialen Netzwerke und die Onlineausgabe der Stuttgarter Zeitung. Und knapp 70 Leute folgten dieser Einladung. Dicht gedrängt saßen sie im Café und lauschten den Vortragenden Nadine, Karin, Vanessa und Milena, die aus ihren Tagebüchern vorlasen und denen man ansah, daß sie viel erfahren haben. Immer wieder brandete Gelächter auf, wenn die Damen über ihre Sehnsucht nach dem toll aussehenden jungen Mann beschreiben, dessen Namen sie leider nicht wissen, wenn sie sich freuen, endlich einen Freund zu haben, die große Liebe aber nach 3 Tagen schon wieder zu Ende ist oder sich über die engstirnigen Eltern aufregen, die so gar nichts raffen.

Wie beim Poetry Slam auch, gab es natürlich eine Jury, die entschied, welche Vorleserin gewinnt, aber das war am Ende dieses kurzweiligen Abends gar nicht so wichtig. “Zugabe” riefen die ZuhörerInnen – aber den Mumm, sich mit dem eigenen Tagebuch vorne hinzustellen, den hatte dann doch keine(r). Vielleicht beim nächsten Mal, wenn sich Diary Slam wieder auf nach Stuttgart macht!

Text: Susanne Martin, Bilder: Nadine Wedel

Hinterlasse einen Kommentar März 27, 2013

Vom Morden mit Äpfeln und anderen ungewöhnlichen Gegenständen

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Der Silberburg Verlag  präsentiert 2 Autoren im Travertinkeller des Weinguts der Stadt Stuttgart im Rahmen der Stuttgarter Kriminächte

Jürgen Seibold
Vor ihm liegen scheinbar harmlose Gegenstände: Ein Holzscheit, eine Spätzlespresse und ein Apfel. Aber so harmlos, wie die knapp 100 Gäste im Travertinkeller des Weinguts der Stadt Stuttgart denken, sind diese Gegenstände nicht. Zumindest nicht, wenn man Jürgen Seibold zuhört, einem der beiden Autoren, die im Silberburg Verlag veröffentlichen und der die erste Lesung des Abends bestritt. Bei ihm nämlich waren all’ diese Gegenstände Mordwaffen. Kurzweilig erzählte er davon, wie er seine Mörder vorgehen lässt und las gut ausgewählte Passagen aus seinem Buch “Lindner und das Apfelmännle”. Sein Kommissar Lindner ist zwar ein Käpsele, sprich, er ist wirklich gut im Aufklären von Morden, aber gleichzeitig ist er auch Hypochonder, der zum Leidwesen seines Schulfreundes zu oft dessen Praxis aufsucht.  Zur Zeit wohnt er bei seiner Mutter in Bad Boll und ist eigentlich im Krankenstand, aber als im Dorf ein Toter gefunden wird, schaltet er sich doch in die Ermittlungen ein.

Stiefel

Gerd Stiefel hingegen hat so gar nichts von einem Hypochonder an sich. Auf die Frage von Ursuka Sobek, der Organisatorin der Stuttgarter Kriminächte nach seinem genauen Rang bei der Polizei antwortet er lapidar “Polizist”. Was so natürlich nicht stimmt – ist er doch zur Zeit oberster Polizeibeamter im Landkreis Sigmaringen und kann nach eigener Aussage eine persönliche Aufklärungsrate bei Mord von 100% vorweisen. Anders als sein Schriftstellerkollege Jürgen Seibold hat er sich jedoch keinen Mordfall ausgedacht, sondern die Geschichte des Mordes an seinem Urgroßvater Friedrich Stiefel im Jahre 1893 sorgfältig recherchiert und aufgeschrieben. In seinem Buch “Stiefels Stein” steht allerdings nicht nur der Mord selbst im Mittelpunkt, sondern vor allem die fatalen Folgen die dieser für Stiefels Urgroßmutter Karoline und seine 12 Kinder hatte. Plötzlich auf sich allein gestellt musste sie den hochverschuldeten Hof verlassen und es begann ein jahrelanger Überlebenskampf.

Die Gäste im Travertinkeller des Weinguts bekamen aber nicht nur spannende Krimikost geboten, sondern auch kulinarische Genüsse und konnten verschiedene Weine des Weingutes verkosten, die vom Leiter des Weinguts fachmännisch und mit viel Humor präsentiert wurden.

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Schön, wenn man als Buchhändlerin bei so einer Veranstaltung den Büchertisch machen darf und die Arbeit zum kurzweiligen Zeitverteib wird!

Text: Susanne Martin Bilder: Heiko Fischer (Silberburg Verlag) und Susanne Martin

1 Kommentar März 22, 2013

Schön war’s! Merle Kröger zu Gast im Maulwurf

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Es war eine Premiere: Zum ersten Mal führten wir eine Veranstaltung im Rahmen der Stuttgarter Kriminächte durch und wir freuen uns sehr, daß wir jetzt auch bei dieser tollen Veranstaltungsreihe dabei sein können.

Und wir waren auch sehr stolz, daß wir nun bereits zum zweiten Mal eine Preisträgerin des Deutschen Krimipreises hier bei uns in Vaihingen zu Gast hatten. Letztes Jahr war ja Mechtild Borrmann bei uns, damals im Bürgerhaus Lauchhau-Lauchäcker in Kooperation mit Kultur². Als wir sie einluden wussten wir schon, daß wir eine Preisträgerin zu Gast haben werden. Aber als wir Merle Kröger, einluden, da wussten wir lediglich, daß wir die Autorin eines bemerkenswerten Kriminalromans einladen, der zu dem Zeitpunkt, als wir mit dem Ariadne Verlag den Termin festzurrten sehr gelobt wurde und der gerade zum ersten Mal auf der Krimibestenliste der Zeit auftauchte. Umso größer war natürlich unsere Freude, als wir erfuhren, daß die Preisträgerin 2013 in der Kategorie National Merle Kröger heißt!

„Grenzfall“ ist mehr als ein Kriminalroman, er ist gleichzeitig ein Gesellschaftsroman und Politthriller, der ein eigentlich unfassbares Geschehen aufarbeitet: 1992, zwei Jahre nach der Wende, werden bei eine Jagdunfall nahe der Grenze zu Polen 2 Männer erschossen – die Jäger hatten gedacht, sie schießen auf Wildschweine. Die beiden Toten sind Rumänen, die illegal die Grenze überqueren und sie sind Roma. Zwar wird den beiden „Jägern“ der Prozess gemacht, aber sie werden freigesprochen, die Angehörigen der Toten erfahren weder von dem Prozess, noch werden sie entschädigt.

20 Jahre später kehrt die Tochter eines der Toten zurück in das Dorf, einer der Mörder stirbt und Mattie Junghans, die eigentlich eine neue Stelle als Assistentin eines Menschenrechtsanwalts antreten will, steckt plötzlich mittendrin in diesem Fall.

Das interessante an diesem Kriminalroman ist, daß er parallel zu den Filmarbeiten an einem Dokumentarfilm über eben diesen Jagdunfall entstanden ist, der im Herbst 2012 unter dem Titel „Revision“ in den deutschen Kinos lief. Merle Kröger ist nämlich nicht nur Autorin von mittlerweile 3 Kriminalromanen, sondern sie arbeitet auch als Filmproduzentin und Drehbuchautorin. Auch einige ihrer Filme erhielten Preise.

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Und so war es auch ein besonderer Vormittag mit einer sehr sympathischen Autorin im Maulwurf: Nach der Lesung, in der uns Merle Kröger  einige ihrer HauptprotagonistInnen vorstellte, berichtete sie auch über die Recherchearbeiten zu Buch und Film. Fassungslos machte die ZuhörerInnen der Umgang mit den Opfern: Zwar informierte einer der Täter seine Haftpflichtversicherung, aber da sich die Angehörigen der Opfer nie melden konnten, erhielten sie natürlich auch keine Entschädigung. Und Geld kann den Verlust eines geliebten Angehörigen sowieso nicht wettmachen und so empfinden die Familien den Dokumentarfilm “Revision” als die eigentliche Entschädigung, denn er gibt den Toten Namen und Gesicht. Nach dieser internsiven Diskussionsrunde war es kein Wunder, daß Merle Kröger am Ende auch noch reichlich zu tun hatte, um ihre Signatur in die am Büchertisch erworbenen Bücher zu schreiben.

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Und danach blieb noch Zeit für einen Austausch mit ihrer Schriftstellerkollegin Christine Lehmann, die die Veranstaltung ebenfalls besuchte!

Text und Fotos: Susanne Martin

1 Kommentar März 18, 2013

Schön war’s: Schillers Buch-Bistro – Die Premiere

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„Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“

Es gibt viele Mittel sich zu outen. Hilfreich ist ein Button mit Inschrift: „Ich mache was mit Büchern“ oder „Ich gehöre zur lesenden Minderheit“. Am Premiereabend der neuen Veranstaltungsreihe der Schillerbuchhandlung „Buch Bistro“ – am Freitag, dem 1.März – trafen sich beide Gruppen. Es wurde ein äußerst gelungener Abend in lockerer Bistroatmosphäre bei Wein und kaltem Buffet.
Inhaberin Frau Martin und ihre Kollegin Frau Fränzel interviewten die vier in unterschiedlichen Sparten des Buchgeschäfts tätigen Podiumsgäste. Jeder Gast stellte einen Krimiautor vor, der ihn besonders beeindruckt hatte, erzählte von seinen Berufserfahrungen und ließ uns wissen, welches Buch ihn in seiner Jugend am tiefsten beeindruckt hatte. Die Gäste waren Christine Lehmann, Krimiautorin aus Stuttgart; Cordula Schlichtig, Verlagsberaterin; Ruth Kessler, Kundenberaterin, Klett-Cotta; und Barbara Scholz, Sortimentsbuchhändlerin, Buchhandlung Krämer.
Seit Mimis Zeiten haben sich die Krimis allerdings grundlegend geändert. Es geht jetzt weniger um den klassischen „Who done it“ von Agatha Christie, Sherlock Holmes oder George Simenon. Die heutigen Krimiautoren Heißen: Stieg Larsson, Elisabeth Herrmann. Christine Lehmann, Dominique Manotti, und es geht krass und brutal zu, Szene spielt eine größere Rolle als Indizien und Wirtschaftskrimis liegen ganz vorn im Trend. Frau Schlichtig, Schnittmenge von Vielleserin und Verlagsberaterin, gestand, dass sie längst keinen Platz mehr für neue Bücher habe und deshalb zum elektronischen Buch wechselte, allerdings nur für Krimis, die man ja sowieso nur einmal lese.
Besonders reizvoll bei der Veranstaltung war, dass Buchkonsumenten, sprich Leser, direkte Fragen an die Buchproduzenten stellten und in der Pause mit dem Glas in der Hand lebhaft ins Gespräch miteinander kamen. Für zwei Stunden war die kleine Schillerbuchhandlung eine warme und helle kulturelle Zelle im winterlich trüben Vaihingen. Zum Abschied kündigte Frau Martin den zweiten Abend der Reihe im Juni an. Das Motto wird sein „Mit dem Buch unterwegs“. Dann wird es um Reiseliteratur gehen.

Text: Ute Ehlers, Bild: Frauke Ehlers

1 Kommentar März 3, 2013

Peter Schilling in der Rosenau – wir waren dabei!

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Peter Schilling – vielleicht sagt Ihnen der Name nichts, aber das Lied “Major Tom” (völlig losgelöst von der Erde….), das kennen Sie sicher. Peter Schilling jedenfalls hat ein Buch geschrieben: “Völlig losgelöst. Mein langer Weg zum Selbstwert – vom Burnout zurück ins Leben” und das stellte er am 15.2.2013 in der Rosenau vor. Und wir haben den Büchertisch dazu gemacht.

Wolfgang Heim, SWR Moderator und bekannt als einfühlsamer Interviewer befragte Peter Schilling zu seinem Leben: Vom Jungen aus einfachen Verhältnissen, der zum Star wurde, dann abstürzte und sich zurück ins Leben kämpfte. Und Peter Schilling antwortete offen, ehrlich und authentisch. Zwischendurch gab’s Livemusik mit seiner Band und den Höhepunkt des Abends bildete für seine Fans dann sicher “Major Tom”, das die ganze Rosenau mitsang.

Ein Dank auch an unsere Helferin am Büchertisch Frauke Ehlers, die auch gleich dafür sorgte, daß nun noch ein paar signierte Exemplare bei uns zu haben sind!

Text: Susanne Martin, Foto: Thomas Geromiller

Das Buch in der Schiller Buchhandlung bestellen

Hinterlasse einen Kommentar Februar 18, 2013

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